5. Juli 2026
Fenster ersetzen: Kosten, Förderung und der richtige Zeitpunkt (2026)

Alte Fenster sind eines der grössten Energielecks der Gebäudehülle: Bis zu einem Viertel der Heizwärme kann über undichte Rahmen und alte Verglasungen entweichen. Der Ersatz gehört darum zu den Sanierungen mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis – wenn Zeitpunkt, Ausführung und Steuerplanung stimmen.
Die Richtwerte 2026 (pro Fenster, inkl. Montage)
- Kunststoff, Standardgrösse: CHF 700–1’200
- Gehoben (Holz oder grössere Formate): CHF 1’100–1’800
- Holz-Metall / Premium: CHF 1’700–2’800
Ein Einfamilienhaus mit 8–12 Fenstern liegt damit typisch bei CHF 8’000–22’000. Holz-Metall-Fenster sind deutlich teurer als Kunststoff, halten aber länger, brauchen aussen kaum Unterhalt und werten die Fassade sichtbar auf. Neue Storen kommen mit CHF 350–700 pro Fenster dazu.
Was ein gutes Fenster ausmacht
- Dreifachverglasung: heute Standard bei Ersatzfenstern und Voraussetzung für tiefe U-Werte.
- Montage: Luftdichte, sauber gedämmte Anschlüsse an die Leibung sind ebenso wichtig wie das Fenster selbst – hier entstehen Zugluft und Kondenswasser.
- Lüften: Dichte Fenster verändern das Raumklima. Wer nicht regelmässig lüftet, riskiert Feuchtigkeit und Schimmel; in manchen Fällen lohnt sich eine kontrollierte Lüftung.
- Schallschutz und Sicherheit: An lauten Strassen oder im Erdgeschoss lohnen sich Schallschutzglas und einbruchhemmende Beschläge.
Förderung und Steuern
Wichtig zu wissen: In den Kantonen St. Gallen, Thurgau und Zürich wird der Fensterersatz allein nicht vom Gebäudeprogramm gefördert (Ausnahme im Thurgau: geschützte Bauten). Gefördert wird die Dämmung von Fassade und Dach – wer beides kombiniert, holt Beiträge für die Dämmung und spart beim Gerüst. Mehr dazu im Ratgeber Gebäudeprogramm 2026.
Steuerlich lohnt sich der Ersatz dafür umso mehr: Der gleichwertige Ersatz ist Unterhalt, energetisch bessere Fenster gelten als Energiesparmassnahme – bei bestehenden Gebäuden heute voll abziehbar. Bei einem Grenzsteuersatz von 25–30 % holen Sie so rund einen Viertel der Kosten zurück. Für selbst bewohntes Wohneigentum gilt das nach dem Systemwechsel beim Eigenmietwert nur noch bis Ende 2028 (siehe Steuer-Ratgeber).
Der richtige Zeitpunkt
Ideal ist der Ersatz zusammen mit der Fassadensanierung: ein Gerüst, saubere Leibungsanschlüsse, ein Termin. Wer einzeln ersetzt, sollte Kondenswasser zwischen den Scheiben, Zugluft und klemmende Flügel als Warnsignale ernst nehmen – sie kündigen das Lebensende an. Der Austausch selbst geht schnell: Pro Fenster dauert er meist nur wenige Stunden, ein Einfamilienhaus ist in wenigen Tagen fertig.
Häufige Fragen
Braucht es für neue Fenster eine Bewilligung?
Bei gleicher Grösse, Teilung und Farbe meist nicht. Ändern sich Aussehen oder Format, ist häufig eine Meldung oder Bewilligung nötig – in Kernzonen und bei Schutzobjekten fast immer.
Kunststoff, Holz oder Holz-Metall?
Kunststoff ist am günstigsten und pflegeleicht, Holz wirkt warm, braucht aber Unterhalt, Holz-Metall verbindet beides und hält am längsten. Die Wahl hängt von Budget, Fassade und Anspruch ab.
Kann ich während des Fensterersatzes im Haus wohnen?
Ja. Jeder Raum ist nur kurz betroffen; Möbel werden geschützt, die Öffnungen am selben Tag wieder geschlossen.
Ihr Richtwert in 30 Sekunden: Fensterersatz im Kostenrechner berechnen. Wie wir die ganze Gebäudehülle sanieren, lesen Sie unter Fassaden & Dächer – oder direkt eine kostenlose Begehung anfragen.
Stand: Oktober 2026. Richtwerte inkl. MWST; Förderbedingungen gemäss kantonalen Programmen 2026.